Wundheilung

Kaltplasma-Therapie bei chronischen Wunden

Kaltplasma-Behandlung verhärterter Rückenmuskulatur

Was ist Kaltplasma?

Kaltplasma ist ein energiereiches Gas, das entsteht, wenn einem gasförmigen Element (Umgebungsluft) elektrische Energie zugeführt wird. Dabei werden neue Moleküle (so genannte aktivierte Spezies) sowie geringe Mengen an UV-Licht und Wärme erzeugt. Dies trägt zur wundheilungsfördernden und keimreduzierenden Wirkung bei. In der Bio Logisch! Naturheilpraxis Olpe kommt das PlasmaDerm® Kaltplasmagerät der Firma Cinogy zum Einsatz, ein in Deutschland entwickeltes und hergestelltes Medizinprodukt. Die zugrunde liegende PlasmaDerm®-Technologie wurde unter anderem 2015 mit dem Fraunhofer-Technologiepreis „Technik für den Menschen“ und 2019 dem German Innovation Award ausgezeichnet.

Sie haben eine Wunde, die einfach nicht heilen will und Ihre Lebensqualität beeinträchtigt? Hier bietet sich als zusätzliche Behandlungsoption eine Therapie mit dem PlasmaDerm®-Gerät an. Das Kaltplasma-Verfahren kann helfen, den Heilungsprozess zu fördern.

PlasmaDerm® – was ist das?

PlasmaDerm® ist ein Medizingerät zur Behandlung von schlecht heilenden Wunden. PlasmaDerm® reduziert die Keimlast und optimiert die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen (die sog. Mikrozirkulation). Die Folge: Die Wunde und das umliegende Gewebe werden besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Im Zusammenspiel helfen diese Effekte, Entzündungsreaktionen zu mindern und den Heilungsverlauf positiv zu beeinflussen.

Die Anwendung kann im Rahmen einer fachgerechten Wundversorgung die Bedingungen für die Wundheilung unterstützen. Wirkung und Behandlungsverlauf hängen von Art, Ursache und Schwere der Wunde ab.

PlasmaDerm® auf einen Blick

PlasmaDerm® wird eingesetzt bei:

  • Chronischen und schlecht heilenden Wunden
  • Mikrobiell infizierten Haut- und Wundoberflächen
  • Erregerbedingten Hauterkrankungen
  • Operativ oder traumatisch bedingten Wundheilungsstörungen

Sie wüßten es gerne noch etwas genauer?

Das PlasmaDerm®-Video bietet Ihnen einen informativen Überblick über das Therapieverfahren:

Was genau macht die Therapie mit PlasmaDerm® so besonders?

Das kalte Plasma wird direkt auf der Wundoberfläche erzeugt. Oder anders ausgedrückt: Der Körper selbst ist Teil des Prozesses. Daher wirken, zusätzlich zum kalten Plasma, hochfrequente elektrische Felder auf die Wunde und erzielen das entscheidende Wirkungsplus. Das Ergebnis: die Mikrozirkulation wird gesteigert, mehr Sauerstoff und Nährstoffe gelangen zur Wunde, diese und die Wundumgebung werden besser „versorgt“. Der Effekt hält über mehrere Stunden an und wirkt – einzigartig für PlasmaDerm® – nachweislich bis in tiefe Gewebeschichten.

PlasmaDerm® mit dem Plus an Wirkung: Wirkt über mehrere Stunden anhaltend bis in tiefe Gewebeschichten.

PlasmaDerm® aktiviert die Wundheilung

Chronische und schlecht heilende Wunden können die Lebensqualität beeinträchtigen und haben vielfältige Ursachen, die meist miteinander verbunden sind: ein verändertes Wundmilieu, eine gestörte Durchblutung, Nährstoffmangel, Infektionen oder anhaltende Entzündungen. Daher wirkt PlasmaDerm® nicht nur auf einer Ebene, sondern setzt an verschiedenen Punkten gleichzeitig an. Das Zusammenspiel vielfältiger Wirkweisen kann die Bedingungen für die Wundheilung entscheidend verbessern!

PlasmaDerm® wirkt auf unterschiedlichen Ebenen

  • Fördert die Wundheilung chronischer, stagnierender und infizierter Wunden
  • Reduziert die Keimlast und inaktiviert auch multiresistente Erreger
  • Erhöht die Mikrozirkulation, die Gewebesauerstoffsättigung und die Nährstoffversorgung bis in tiefe Gewebeschichten
  • Hilft, die chronische Entzündungsphase zu überwinden
  • Kann Juckreiz und Wundschmerzen lindern sowie Wundgeruch verringern

Maßgeschneiderte Behandlung mit PlasmaDerm® „Flex“ und „Cutan“

PlasmaDerm® verfügt über zwei unterschiedliche Spacer: „Flex“ und „Cutan“ haben unterschiedliche Größen – so erhalten Sie eine passgenaue Behandlung. Dank flexibler Noppenkonstruktion und weichem Schaumpolster passen sich „Flex“ und „Cutan“ der Kontur der Wundoberfläche übrigens perfekt an.

Wenige Handgriffe, spürbare Ergebnisse

So schnell und einfach ist die Behandlung mit PlasmaDerm®: Nach der Reinigung der Wunde, oder des Hautareals, wird der sterile Applikationsaufsatz (Spacer) aufgesetzt und das PlasmaDerm-Gerät aktiviert. Die Wundfläche und auch die Wundränder werden in zwei Intervallen für jeweils 90 Sekunden behandelt. Bei Wunden, die größer als der Spacer sind, wird dieser mehrfach aufgelegt und aktiviert. Die Behandlung mit Kaltplasma ist völlig schmerzfrei und erfordert keine Schmerzmittel. Man spürt lediglich ein leichtes Kribbeln, das durch die Tiefenstimulation auch nach der Behandlung noch über Stunden anhalten kann.

Wie lange dauert die Kaltplasma-Therapie?

Die Gesamtdauer der Behandlung hängt von der Gesamtsituation ab: Chronische Wunden werden meist acht bis zwölf Wochen behandelt. Bei infizierten Wunden ist die Therapiedauer in der Regel kürzer, dafür empfiehlt sich eine Behandlung in kleineren Abständen, bis die Infektionszeichen abgeklungen sind.

    Wie oft wird die Kaltplasma-Behandlung wiederholt?

    Die Zahl der Behandlungen hängt von der Schwere der Erkrankung ab. Teilweise kann schon nach ein, zwei Behandlungen eine deutliche Besserung festgestellt werden. Bei chronischen Wunden empfiehlt sich eine Behandlung zwei- bis dreimal wöchentlich über zehn Behandlungszyklen um eine deutliche Besserung zu erzielen. Bei Bewegungsschmerzen hat sich eine tägliche Anwendung bewährt, bis die Symptome nachlassen.

    Wieviel kostet eine Kaltplasma-Behandlung?

    Die relativ neue und innovative Behandlungsmethode mit Kaltplasma ist Krankenkassen oftmals noch nicht bekannt. Daher unterstützen ich Sie gerne bei einem Einzelfallantrag auf Kostenübernahme.

    Es entstehen Kosten für die Erstbesprechung ihrer Beschwerden, Durchsicht Ihrer Krankenunterlagen und Festlegung eines Behandlungsplans. Für jeden Behandlungszyklus entstehen Fixkosten für den sterilen Einmal-Spacer in Höhe von 25 € (groß), bzw. 18 € (klein). Weitere Kosten entstehen für eine kurze Untersuchung und Beratung sowie gegebenenfalls für einen Verbandswechsel. Diese Leistungen werden erfahrungsgemäß häufig von privaten Krankenversicherungen erstattet; eine verbindliche Kostenübernahme kann jedoch nicht garantiert werden.